Bionade – teure Geschmacksfrage
Seit einiger Zeit gibt es ein Getränk, das viel Lärm machte und sich daran machte, König Cola vom Thron zu stoßen. Bionade heißt das Zeug und war recht erfolgreich.
Woher kam der Erfolg? Nun, vermutlich weil es nicht so extrem süß ist und nicht so extrem zuckerhaltig wie die Konkurrenz. Außerdem kam noch der “Bio”-Aspekt dazu, welches das Produkt gesünder klingen lässt.
Leider hatte der Erfolg noch eine andere Auswirkung: Der Preis wurde drastisch erhöht! :( Auf diese Weise wurde der Weg für billigere “Klone” frei, die etwa die gleiche Qualität aufweisen.
Aber was ist denn nun da dran? Ist das Zeug nun gut? Tja, Geschmacksfrage! Bis auf die Sorte Holunder ist der Drink einfach mir zu bitter. Ich glaub ich hab alle Sorten mal probiert, aber unterm Strich wird das Getränk die Cola nicht ersetzen können. Zum einen wegen dem Preis, zum anderen wegen der etwas gewöhnungsbedürftigen Geschmacksrichtungen.
Tipp: Probiert mal, stürzt euch aber nicht in Unkosten deswegen!
Screw you, Google!
Vor einigen Jahren stellte ich mein Hauptpostfach auf Googlemail um. Ich hielt dies für den besten Schritt, da so ein Postfach im Laufe der Zeit stetig anwächst und das Postfach von Google langsam auch größer wird. Zudem ist der Service kostenlos und es werden nur im Webinterface Anzeigen eingeblendet.
So weit, so gut! Doch immer mehr wunderte ich mich, warum nach diversen Löschorgien (die sich dank IMAP auch auf den Server auswirken sollten) trotzdem kein Platz frei wird.
So stellte ich fest, dass die eMails zwar aus dem Posteingang gelöscht werden, aber in einer Ansicht namens “Alle Nachrichten” weiterhin vorhanden sind!
Da waren sie! Alle eMails aus 4 Jahren GMail!!!
Lediglich der Spam wurde nicht behalten – weil der ja für Googles “private Hausdurchsuchung” nicht relevant ist für personalisierte Anzeigen…
In diesem Zusammenhang nehme man dann noch ein Urteil, das neulich gefallen war, dass eMails, die auf einem Server liegen, wie Postkarten zu behandeln seien und problemlos von jedem lesbar sein können (wtf!!) und daher das Briefgeheimnis nicht gelte, und schwupp hat man dank dieser… googleschen Datenvorratsspeicherung das perfekte Loch in der Privatsphäre!
Daher habe ich nun auf einen bezahlten Service umgesattelt, der auch die Daten löscht wenn ICH es sage und keine Werbung schickt und noch dazu einige andere Goodies bietet – MobileMe natürlich :)
Tipp: Schaut mal in “Alle Nachrichten” bei eurem GMailkonto, ihr werdet euch wundern…
Entwickler der Woche: Ironic Software
Ironic Software sind für mich verdientermaßen Entwickler der Woche!
Under diesem neuen Motto möchte ich jedes Wochenende eine Softwareschmiede vorstellen, die meiner Meinung nach es Wert ist erwähnt zu werden!
Wie bei vielen Entwicklern lernte ich das Team durch ein Paketangebot kennen. Bei MacUpdate war einst die PDF-Managementsoftware “Yep” zu finden, und ich entdeckte sofort die Vorzüge eines “papierlosen Büros”, das durch die Software möglich sein sollte. Doch damit nicht genug: Das wahre Hauptprodukt namens “Leap” revolutionierte die Art und Weise wie ich Dateien auf meinem Computer sortieren und finden kann. Es nutzt die Technologie von Spotlight, um systemweit alles zu finden und darzustellen, was irgendwie relevant ist.
Wenn man jetzt noch das neue Opensource-Projekt “OpenMeta” hinzu nimmt, das Schlagworte für Dateien system- und programmunabhängig verfügbar macht, hat man das perfekte System zum Suchen von relevanten Daten – egal in welchem Ordner die Dateien abgelegt sind! Natürlich haben die Programmierer von Ironic Software auch dieses OpenMeta System ins Leben gerufen. Es wir von immer mehr nützlichen Programmen unterstützt.
Zusammen mit einigen hervorragend zusammenarbeitenden Programmen in ihrem Portfolio, einem sehr hilfsbereiten Moderator im aktiven Support-Forum und wirklich fairen Preisen kann ich ohne Bedenken sagen: Das ist mein Entwickler der Woche!
Vor allem, wenn ich bedenke wie viele Dokumente und Daten ich inzwischen dank Yep habe archivieren können… siehe mein Eintrag zum Scansnap 1500M ;-)
Neuer Amoklauf – Fragen dazu
Wieder einmal gibt es einen traurigen Eintrag in einer Statistik. Dieses Mal sind es die Amokläufe junger Menschen, die mehr oder (diesmal) weniger ohne Vorwarnung ausrasten und versuchen, möglichst viele mit in den Tod zu reißen.
Natürlich kann man hier als nachfragender Bürger sich nicht verkneifen, Vergleiche mit dem anderen Amoklauf des Jahres in Winnenden anzustellen – und ich stieß auf ein paar kuriose Details.
Ich zitiere zuerst mal ein paar Zeilen von Yahoo.de, da diese Links nicht für die Ewigkeit gemacht sind, schreibe ich es hier nieder:
«Nicht auszudenken ist, wenn Lehrer und Schüler die Klassenzimmer verlassen und dem Amokläufer ins Schussfeld geraten», teilte die innenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Helga Schmitt- Bussinger, mit.
Interessant! Vielleicht eine unglückliche Wortwahl? Unser Amokläufer hatte nämlich gar keine Schusswaffen bei sich – was wiederum belegt, dass schärfere Waffengesetze auch nicht viel an diesen Geschehnissen ändern können. Ob mit einer Pistole oder mit den bloßen Händen: Wer jemanden umbringen will, der macht es auch, egal wie.
Elf Minuten nach dem ersten Notruf überwältigten ihn Polizisten, nachdem sie ihn mit fünf Schüssen aus einer Maschinenpistole getroffen hatten.
Nun, Maschinenpistolen können gerne zu solchen Notfällen mitgenommen werden. Aber ist das wirklich notwendig? Ich meine, man hat es ja zumeist mit einem Einzeltäter zu tun, wieso muss man ihn gleich mit einer Salve niederstrecken? Ein normaler Treffer aus der Dienstwaffe hätte sicherlich auch gereicht. Lobenswert ist die schnelle Reaktion der Polizei. Daran kann gewiss niemand meckern, und es macht auch deutlich, dass man für polizeiliche Einsätze keine Bundeswehr im Innern braucht… nicht wahr, liebe Bundesregierung? (Oder will da jemand Vorsorge treffen, falls das Volk gegen den Staat mal den Aufstand proben würde? Oh Moment, sind wir in China? Huch!)
So, ein weiterer Artikel:
Der von Streifenpolizisten niedergeschossene Amokläufer…
Hey, was ist das denn? Hat sich da nun jemand ein wenig verzettelt, oder ergibt das nun im Gesamtbild einen Streifenpolizisten, der ein Maschinengewehr bei sich trägt? Ist das nun die neue Standard-Ausstattung?
Gut, wir haben alle unsere Hausaufgaben gemacht, ja? Was fällt noch auf?
RICHTIG! Es werden Schlagworte wie “Schulpsychologen” und “kompetente Eltern” und “Frühwarnsystem” in den Mund genommen, aber warum redet HIER plötzlich niemand von Killerspielen? Selbst die üblichen Verdächtigen wie BILD und Co. lassen kurioser Weise von der Verbindung zu gewalthaltigen Spielen ab. Was ist passiert? Haben die Leute plötzlich vom Baum der Weisheit genascht? Oder steckt dahinter vielleicht eine Order irgend eines Medienpapsts, das Thema nicht anzuschneiden? Vielleicht ist es jetzt nicht willkommen, vielleicht ist es jetzt gerade nicht medienwirksam genug auszubauen.
Was immer der Grund ist: Keiner wundert sich, keiner fragt danach. Im Gegensatz zu Winnenden, wo selbst während das Blut noch nicht trocken war, bereits nach gewalttätigen Spielen gefragt und gesucht wurde. Und glaubt mir, werte Leser, es gibt genug Spiele in denen Äxte und Molotov-Cocktails keine harmlose Rolle spielen!
Was am Ende bleibt sind jede Menge Fragen und keine Antworten. Ein Amokläufer, der kurzfristig ausgeschaltet wird, etliche Verletzte, niemand stirbt so richtig… vielleicht muss es erst Leichen geben, damit das Fernsehen drauf abfährt? Wie auch immer es sein mag: Im Vergleich zu Winnenden herrscht hier geradezu beunruhigende Stille im Medienwald…
ScanSnap 1500M – Vernichter von Papierbergen
Mein neuestes Pferd im Stall ist ein Scanner, jedoch nicht so ein typisches “Deckel auf, Papier drauf, Deckel zu, Deckel auf…”-Gerät, sondern ein sehr schicker Dokumentenscanner, der per Einzug etliche Blätter flugs verarbeitet und gleich durchsuchbare PDF-Dateien erstellt.
Damit kommt man dem Traum vom papierlosen Büro schon viel näher. Ich bin sehr angetan von dem Gerät. Es hat zwar auch etwas gekostet, doch ich sehe das als eine sehr sinnvolle Investition für die kommenden Jahre, vor allem wenn es um wirklich große Stapel an Papier geht…
Wer einen Mac hat und schon immer mal den ganzen Briefbergen Herr werden wollte, der sollte sich dieses Gerät gerne mal anschauen. Tipp: Es ist auch in einer (signifikant) günstigeren Fassung ohne den Adobe Acrobat erhältlich, und diese Software braucht man normal wirklich nicht.
So, und nun entschuldigt mich bitte, ich muss noch gefühlte 30 Kilogramm an Papier scannen…
Antichrist
Lieber Lars von Trier, ich muss Ihnen gratulieren! Sigmund Freud wäre ganz sicher stolz auf “Antichrist”!
Doch zuerst zum Hintergrund: Unser exzentrischer Regisseur hatte einem Bericht zufolge vor nicht langer Zeit eine schwere depressive Phase durchlitten. Nach der erfolgten Behandlung schrieb er die Geschichte von diesem Film, und in diesem Zusammenhang (und da ich selbst psychologisch interessiert bin) kann man sich daran wagen, den Film zu zerpflücken und zu analysieren. Es gelingt nahezu perfekt.
Die Vorgeschichte wirkt banal, wenn es um ein totes Kind und die Verarbeitung der Trauer geht. Wenn man aber berücksichtigt, dass der Ehemann beruflich Psychologe ist und nicht eine äußere sondern innere Handlung die Geschichte bestimmt, wird es sehr interessant.
Typisch für von Trier ist es, dass gerne mal Tabus gebrochen werden und er Dinge darstellt, die man in normalen Filmen nicht sehen würde. Das kann schockieren, es kann Ekel erzeugen, aber dennoch ist es sparsam eingesetzt: Hier geht es immer noch um die trauernde, ängstliche Frau und ihren stoisch-analytischen Mann, keine Effekte um davon abzulenken, sondern sie zu verstärken.
Die Handlung konkreter zu beschreiben wäre unfair. Der Film lebt von wunderschönen, teils verstörenden Bildern (siehe Poster) und einer Geschichte, die wirklich eine Hommage an Hitchcock sein könnte. Wenn man dann noch sich dessen bewusst ist, dass man eben nicht zwei Menschen beobachtet, sondern das Innere eines Menschen, macht die Story nicht nur Sinn, sie wird fast sonnenklar.
Eine klare Empfehlung an alle Filmfans und analytischen Denker und Depressiven mit starken Nerven ;)
District 9
So denn sah ich neulich den Film “District 9″ und ich kann sagen, dass er mir sehr gut gefallen hat!
Manch einem gefällt vielleicht nicht der dokumentarische Stil, den der Film besitzt, oder die teils blutigen aber immerhin kurzen Effekte. Insgesamt aber bietet dieser Film weit mehr als einfach nur Action mit Aliens, was der Trailer zum Film suggeriert.
Wer aufgrund der Werbung einen Actionfilm im üblichen Stil erwartet, wird von dem Mehr an Handlung eventuell gelangweilt sein ;)
Insgesamt sehr gut, abrr es fehlt ein wenig mehr Herz und filmisches Geschick zum Klassiker.
Empfehlenswert!
8 von 10 Punkte :)
Obama wird Obusher
Danke an meinen Blog-Kollegen Freeman, der hier eine sehr gute Zusammenfassung über den “Change” abgeliefert hat, den der lang ersehnte Heilsbringer Obama eigentlich herbeiführen wollte und wofür er gewählt wurde. Was die Politiker der Neuzeit leider nicht mögen: Das Internet hat ein verdammt langes und detailliertes Gedächtnis. Wir sehen das Resultat in der Rede: Change = 0
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/08/obama-spricht-genau-wie-bush-deshalb.html
Wie gut, dass wir (noch) eine Demokratie haben, wo neue Parteien eine Chance haben – wenn man sie nicht gerade überklebt:
http://piratenblog.wordpress.com/2009/08/22/cdu-uberklebt-wahlwerbung-der-piraten/
Mein Motto für September 2009: Klarmachen zum Ändern! Keine Stasi 2.0, kein Generalverdacht für alle Bürger.
Wir müssen uns wehren, also macht mit.
Wir sollen Schafe sein
Täglich gehen wir zur Arbeit und “funktionieren” einfach. Das ist für die Führungsriege, der Arbeitgeber, der Politiker und sonstigen reichen Menschen mit Einfluss, genau das richtige und das wünschenswerte Ziel: Eine abhängige Masse, in einer Art Konsum-Trance gehalten, leistet die Arbeit, damit die oberen Zehntausend in einem luxuriösen Paradies leben können. Um den schönen Schein zu bewahren gibt es dann noch “demokratische” Wahlen, die am Kernprinzip eh nie was ändern und diverse weitere Verdummungs- und Fehlinformationsquellen (sprich: Nachrichten und Medien allgemein) die uns sowieso nur das auftischen, was wir wissen DÜRFEN. Wenn jemand mal wirklich etwas berichtet, was der Weltspitze nicht gefällt, wird es entweder zensiert (Hallo Herr Schäuble!) oder kriminalisiert (Hallo Frau von der Leyen!) oder aber, wenn der Autor einen höheren Rang hat bzw. ein echter Journalist ist, wird die betreffende Person ihrer Arbeit (Hallo Herr Tauss!) oder gleich ihres Lebens beraubt (Hallo JFK!).
Ja, das ist unsere Gesellschaft! Liebe Leute, organisiert euch und – kein Witz – geht wählen. Nichtwähler schenken nur den anderen Parteien ihre Stimme. Nehmt auf keinen Fall eine der großen Parteien. Wählt eine sympathische kleine Partei, die es mit der Freiheit noch ernst meint. Davon gibt es genug! Wenn das genug Menschen machen, bewirken wir etwas!
Leute, die immer nur “das kleinere Übel” wählen oder Stammwähler sind, sollten nicht zugelassen werden. Ja, auch Parteien ändern sich mit der Zeit, genau wie ihr Programm. Wer sich nicht jedes Mal neu für eine Partei entscheidet, ist einfach nur blind, und diese Scheuklappenmentalität wird genutzt, um die Position einer großen Partei zu zementieren. Bei uns ist es schon schlimm genug, doch die USA legen noch einen drauf: Die scheinbare Demokratie lässt nur zwei Parteien eine Chance. Auf dem gleichen Weg sind wir schon lange, ich brauche die beiden Parteien gar nicht nennen.
Das Schlimme daran ist, dass die Medien da mitmachen. Die berühmten Fernsehduelle (natürlich nach US-Vorbild) sind… Duelle! Sind wir in einer Demokratie? Nein! Wo sind die Kandidaten der anderen zig Parteien, warum ist das Duell ein Duell und kein runder Tisch mit gleichberechtigtem Schlagabtausch?
Die Liste der Vorwürfe könnte endlos sein, aber ich habe dazu aktuell keine Zeit. Ich muss funktionieren in meinem Job, ich darf nicht denken, kann es aber nicht abstellen, muss dumpfe Dinge tun, doch mein Geist dürstet nach mehr. Kein Wunder, dass jeder, der nicht wie ein Computer funktioniert, von einem solchen im Lauf der Zeit ersetzt wird. Computer denken nicht darüber nach, was sie tun, sie machen keine Schwätzchen, sie brauchen keine Pausen und sie machen mit der richtigen Programmierung keine Fehler mehr.
Irgendwann arbeite ich wie ein Computer – oder ich arbeite gar nicht mehr.
Schöne neue Welt…
Wacken: The long and winding road
Ich beginne hier zu schreiben und es ist jetzt 0:47 Uhr. Wir befinden uns auf der A5 Richtung Frankfurt und bisher lief alles mehr oder weniger wie geplant.
Meine beiden Begleiter Harry und Jacky sind vergleichsweise nicht ganz so ausgeschlafen, also rechne ich damit irgendwann später in der Nacht die Kontrolle über das Auto zu übernehmen!
Das Ticket wurde zur Sicherheit schon mal aus der Reisetasche gefischt. It’s better to be safe than sorry! Gut, jetzt hab ich die Gewissheit, dass ich zumindest nichts kritisches vergessen habe.. oder vielleicht doch? :-/ Es bleibt spannend!
Der Wackener Wetterbericht scheint so weit ich gehört habe durchwachsen zu sein. Das ist perfekt! Keine brennende Sonne, keine Schlammschlacht vor den Bühnen. Lediglich unsere angedachte Freibad-Aktion können wir dann vermutlich vergessen :-P
Ah, ich war nicht permanent am Schreiben, falls jemand sich wundert, denn inzwischen ist es 1:05 Uhr und wir befinden uns irgendwo in der Nähe von Frankfurt :)
Viele Grüße an alle Leser meines Blogs, insbesondere Juliana und den neuesten mir bekannten Leser, Mario! Willkommen an Bord! :)
Mehr folgt demnächst…
Chris
