Blog vs. Website
Vielen Dank und einen Gruß an meine Leserin Bärbel, die im vorigen Eintrag meine erste Inspiration und damit diesen Blogeintrag lieferte :)
Die Frage dreht sich um den großen Vergleich zwischen einem Blog und einer richtigen eigenen Website. Was ist wann ratsam und für welchen Zweck geeignet?
Ich werde das Thema der zeitlichen Reihenfolge nach aufbauen: Zu Beginn der großen Einführung des Internets in die Haushalte weltweit gab es nur einige wenige ambitionierte, privat hochgezogene Websites, die in dem Stil eines Blogs geführt wurden. Diese waren in erster Linie einem deutlichen Themenschwerpunkt gewidmet, und die, die längere Zeit überlebten, wurden so erfolgreich, dass ihre Betreiber von der Seite leben können. Als Beispiele fallen mir hier Aint It Cool News und MacRumors ein, beide haben einen Schwerpunkt wie Filme respektive Apple-Computer und haben sich im Lauf vieler Jahre etablieren können.
Mit diesem kleinen Rückblick sind wir auch schon beim ersten Vergleich angekommen: Ein eigenes Blog ist inzwischen dank verschiedener Services, die sich auf die Bereitstellung spezialisiert haben, keine Besonderheit mehr. Kein Wunder, dass es nun voll im Trend liegt, sein Geschreibsel der Welt zumuten zu wollen (‘tschuldigung) wenn schon die Hürden so niedrig liegen. Der Betrieb einer eigenen kleinen Website ist durch Hosting, Gestaltung und Programmierung von Details bei komplexeren Seiten deutlich aufwendiger und kostet entsprechend Zeit und Geld.
Hier ist ein vorgefertigtes Blog-Design, festgelegtes Layout und diverse “Widgets” durchaus von Vorteil – schnell ist ein WordPress-Blog erstellt und der erste Eintrag geschrieben. Doch halt – wo ist der Nachteil? Der damit verbundene Nachteil liegt auf der Hand: Jeder Depp und seine Mutter (‘tschuldigung) kann so ein Blog aufmachen und wenn man sich nicht besonders clever anstellt, gleichen sich diese tausenden von Blogs auch noch wie ein Ei dem anderen.
Logisch, eine eigene Website bietet hier unendlichen Gestaltungsraum, durch den man sich von der Masse abheben kann. Aber wenn man sich nicht mit solchen Dingen herumschlagen will, was kann man NOCH tun, um ein Blog herausstechen zu lassen?
Die Antwort liegt auf der Hand: Inhalt. Nur mit regelmäßigen interessanten Inhalten kann man die Leser an genau DIESES EINE Blog fesseln (und genau deswegen stinkt meines derzeit so ab, *schnief*). Je sauberer der Text recherchiert ist, je schöner er geschrieben ist und je wertvoller die Inhalte sind, die der Leser daraus gewinnen kann, desto attraktiver wird auch die Seite und wird öfter angesteuert. Ein simpler Zusammenhang, der leider (auch von mir ._. ) oft verkannt wird.
Was ist nun mit der eigenen Website? Ist dort der Inhalt nicht so wichtig? Nicht doch. “Content is king”, heißt es nicht selten, und das lernt man schon wenn man sich ein wenig auf Twitter herumdrückt. Aber der zweite Aspekt ist viel interessanter: Es ist wichtig zu wissen, was an welcher Stelle publiziert wird.
Hier sind Website und Blog zwei völlig verschiedene paar Stiefel. Im Blog kann man relativ einfach kurze Zusammenhänge und Infos verfassen, die nicht gerade in 140 Zeichen hineinpassen (*hust*) und zugleich eine tagesaktuelle Natur haben, wie z.B. Nachrichten oder Filmkritiken usw. Denn im Blog steht das Neueste immer oben.
Auf einer Website dagegen ist das nicht so strikt festgelegt, weshalb man hier nicht nach Zeit sondern nach Thema bzw. Inhalt präsentieren kann. In einer Fotogalerie z.B. kann man interessante Bilder unterbringen, welche mit der Zeit immer noch an der gleichen Stelle in der Galerie stehen können, gleiches gilt insbesondere für die Promotion von irgendwelchen Dingen. Wenn ich es wirklich mal irgendwann schaffe, mein erstes Buch fertig zu schreiben, werde ich sicherlich nicht einfach nur einen Blogartikel darüber verfassen. Nein, so ein Machwerk (hihihi) verdient seinen eigenen Abschnitt auf meiner Website, damit zur Veröffentlichung und noch lange danach Menschen auf das Buch stoßen können.
So, kommen wir zum Ende ;-) Wie man deutlich sehen kann, haben beide Formen von Internetauftritten ihre Daseinsberechtigung. Man muss nur ihre Besonderheiten beachten, die ich hier ein wenig ausgeführt habe, damit man die richtige Form für den geplanten Inhalt wählt.
Wie stehe ich dazu?
Mein Blog wird nun (hoffentlich) wieder häufiger gefüttert – wenn ich öfter so interessanten Input bekomme wie von Bärbel heute, steht dem wohl kaum was im Wege. Meine Homepage wartet noch auf die große Design-Erleuchtung, aber immerhin steht dort schon mal was.
Wie steht ihr zu Twitter, Blogs und Websites? Welche Publikationsform ist euer Favorit? Sagt es mir im Kommentarbereich! :)
Hallo Bärbel hier :-)
Jo ich muß hier mal sagen…. gut geschrieben :-) Und gut erklärt.
Ich persönlich kann mit Blogs einfach nichts anfangen. Ich weiß ja noch nichtmal welchen Artikel man vor das Wort Blog setzt :-) Ich finde mich auf Blogs auch absolut nicht zurecht. Ich fühle mich da immer als hätte man mich in einer fremden Stadt ausgesetzt :-) Und die meisten Blogs auf die es mich so verschlägt gehören irgendwelchen trendigen, gelangweilten Hausfrauen die über gaaaaanz tolle neue bunte Sachen berichten.
Ich bin zwar auch nur eine gelangweilte Hausfrau, aber aus dem Mode- Glitter- Trendyalter bin ich raus.
Twitter………….. ja dat is son ding ne :-) Darüber könnte man glatt ein Buch schreiben :-) Oder hat das schon einer? Ich hatte mich lange Zeit gesträubt und bin dann doch dazu gekommen. Und nun bin ich eine gelangweilte, doofe Hausfrau die langweilige, doofe Tweets schreibt :-) Aber nur weil ich weiß daß es eh keine sau liest :-)
ABER Als Informationszentrale finde ich Twitter seeeeehr gut. Seitdem ich bei Twitter bin bilde ich mir meine eigene Meinung :-)
Und Facebook ist und bleibt für mich ein Book mit 7 Siegeln. Ich verstehe es einfach nicht und bin viel zu paranoid.
So denn sach ich mal Dankeschön und aufwiederles
Die Bärbel
Bärbel
25. Januar, 2012 um 00:33